Das Entwickungsprojekt für die Fekeyh-Wasserversorgung
Die
Menschen in der Gegend von Fekeyh mussten täglich weite Wege gehen, um
Wasser für ihre Familien und die Tiere zu schöpfen. Wasserholen ist
dabei meist Aufgabe von Frauen und Kindern. Das Wasser in offenen
Wasserstellen ist oft verseucht mit krankmachenden Bakterien und eine
Brutstätte für Malaria. Der Freundschaftsverein Eritrea e.V. wollte
dies ändern - mit dem Bau der Fekeyh Wasserversorgung.
Fekeyh
liegt zwischen Asmara und Mendefera, Richtung Dekemhare. Neun Dörfer
mit rund 4000 Menschen wurden vom Projekt erfasst: Fekeyh, Harein, Adi
Raesi, Torat, Gedele, Geqa, Adi Nefas, Adi Gina, Gergera. Die Dörfer
und ein zentrales Krankenhaus zur medizinischen Grundversorgung sowie
eine Schule sollten durch einen Brunnen, von dem aus Wasser über eine
Pipeline in eine Zisterne gepumpt wird, mit sauberem Wasser versorgt
werden.
Die
Projektkosten wurden 2001 mit rund 450.000 Nakfa, damals 45.000 Euro,
veranschlagt. Davon sollten 40.000 Euro aus Deutschland finanziert
werden. Der Werkhof Darmstadt e.V. hatte das Projekt mit einer
zweijährigen Laufzeit in seine Kleinprojekteförderung aufgenommen.
Hierzu wurde bei der Europäischen Union ein zweijähriges Block Grant in
Höhe von 23.000 Euro beantragt und auch bewilligt, rund 17.000 Euro
brachte der Freundschaftsverein Eritrea e.V. bis 2003 durch Spenden
auf.
Monitoring des Fekeyh-Wasserversorgungsprojekts
Während
der Bausphase besuchte Michael Tesfai vom Vorstand das Projekt. Nach
der Fertigstellung im Mai 2003 dokumentierte Goitom Beraki vom Vorstand
die ordnungsgemäße Verwendung der Spenden: Aus acht Zapfhähnen
sprudelte frisches, sauberes Wasser.
Die
Pumpe und die Wasserstation werden von einem Verantwortlichen seither
gewartet und instand gehalten. Die Nutzer zahlen für die Wasserentnahme
geringe Beiträge und tragen somit zu den notwendigen
Unterhaltungskosten und -maßnahmen bei.
Das
Ministry of Local Government, die Regionalverwaltung des Südens und die
Gemeinden sind verantwortlich für die Durchführung, das Management und
die Überwachung der Station.
Solarstrom statt Diesel
Die
letzte weltweite drastische Ölverteuerung hat die Verwundbarkeit vieler
Entwicklungsländer gezeigt: In Zeiten steigender Ölpreise könnte auch
das lebenswichtige saubere Trinkwasser versiegen: Wird der Treibstoff
zu teuer, könnten der Dieselgenerator für die Brunnenpumpe vielleicht
eines Tages nicht mehr betrieben werden.
Die
Verantwortliche haben daher eine Solarpumpe angefragt. Nach ihren
Informationen würde ein für Eritrea adäquates Modell etwa 7.000 bis
10.000 Euro kosten.
Der
Freundschaftsverein Eritrea e.V. sucht daher Sponsoren für die
Finanzierung einer Solarpumpe für die Fekeyh-Wasserversorgung.
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