| Unser erstes Projekt
Bereits während des eritreischen Befreiungskampfes um Unabhängigkeit
von Äthiopien, der von 1961 bis 1991 dauerte, gingen die Mädchen und
Jungen im Nordwesten der Provinz Senhit zur Schule. Der Unterricht fand
im Freien oder in Laubhütten statt. Nach Kriegsende räumte die
provisorische Regierung dem Aufbau eines guten Bildungswesens oberste
Priorität ein. Für den landesweiten Aufbau für Schulen in Eritrea
wurden weltweit Spender gesucht. Der Freundschaftsverein Eritrea e.V.
aus Darmstadt gehörte zu den Vereinen der ersten Stunde und wir wagten
das Abenteuer, eine Spendenzusage für rund 50.000 Euro für die
Afgringa-Schule zu machen. Den finanziellen Grundstein legte ein
erfolgreiches Silvesterfest 1991 im Glaskasten der FH. In den
darauffolgenden drei Jahren sammelten wir Spenden, feierten, aßen und
tranken für einen guten Zweck. Außerdem spendeten der Landkreis
Darmstadt-Dieburg 12.500 Euro aus dem Fond für humanitäre
Mitverantwortung und das Welthaus Bielefeld 15.000 Euro aus Mitteln der
Europäischen Union.
1994
bezogen 120 Mädchen und Jungen in Asmat, rund zehn Kilometer vom
früheren Standort, die neu gebaute Schule. Sie besteht aus drei
Gebäuden in Massivbauweise mit insgesamt fünf Klassenzimmern und
einigen weiteren Räumen.
Der erfolgreiche Abschluss des Projektes wurde von Mitgliedern vor Ort in Fotos festgehalten und auf Video dokumentiert.
2008
- Die Afgringa-Grundschule hat sich zu einem anerkannten
Bildungszentrum in der Region Asmat entwickelt. Sie heißt heute Jani
Grund- und Sekundarschule und wird von fast 900 Schülern besucht. Da
der Unterricht aufgrund einer völligen Überbelegung vielfach wieder im
Freien stattfinden muss, hat das Ministry of Education für 2009 die
bauliche Erweiterung der Jani-School beschlossen.
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